Das Team OÖ stellt sich vor...

 

JS-Gruppe Oberösterreich

 

Junge Stimme hat seine Herkunftswurzeln in OÖ und besteht seit 2005.

Vier Jahre später haben wir uns neu formiert und Uschi und Tom ins Team geholt.

Wolfgang ist die Ansprechperson für alle Angelegenheiten in OÖ.  Gisi und Uschi unterstützen uns mit ihrer pädagogischen Ausbildung und Erfahrung in Gruppenarbeit. Petra und Tom bringen ebenfalls wichtige Impulse in das Team ein.

 

Nettes Team, gell!

 

Was zeichnet uns aus?

 

Wir sind lautsprachlich orientiert und haben in den letzten Jahren viel Erfahrung im Organisieren von verschiedenen Veranstaltungen gesammelt. Wir tauschen uns gerne mit Gleichgesinnten aus, wollen neue Aktivitäten auszuprobieren und neue Leute kennenlernen. Unsere ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb der Junge Stimme verfolgen wir mit viel Engagement und Leidenschaft. Wir sind optimistische, ehrgeizige Menschen, die mit beiden Beinen auf den Boden stehen. Jeder, der sich für die Junge Stimme interessiert, ist gerne eingeladen an unseren Veranstaltungen teilzunehmen.
Wir wollen euch kennen lernen und gemeinsam Spaß haben!
 

Steckbriefe der Kernteammitglieder:

Wolfgang Mathe: Ich wurde in jener Zeit geboren, in der es noch keine Hinter-Ohr-Geräte gab. Bei der Geburt erlitt ich einen Sauerstoffmangel. Zwei Jahre lang glaubten die Ärzte, dass ich ein Sturschädel war. Erst in der Uniklinik in Innsbruck wurde meine beidseitige, hochgradig sensoneurale Hörschädigung (90 dB) diagnostiziert. Dann begann meine mühsame Hör- und Sprachübungen mit meinen Eltern, der Logopädin und dem Arzt. Anfangs bekam ich zwei Taschenhörgeräte, welche am Brust getragen wurden! Erst mit 3 Jahren hörte ich mit den ersten Hinter-Ohr-Geräten und wuchs in einer hörenden (lautsprachlichen) Umgebung auf. Ich besuchte Kindergarten, Volksschule und Hauptschule. Während der Volksschule lernte ich mit Hilfe einer Funkanlage. Erst in der Hauptschule verzichtete ich auf diese Hilfsmittel und erst da verbesserte sich mein Sprachvermögen sehr stark. Aufgrund sehr guter Schulleistungen besuchte ich danach die HTL für Möbel- und Innenausbau in Hallstatt. Heute arbeite ich als technischer Angestellter in einem Möbelwerk.

 Zur Junge Stimme kam ich über Harald Pachler, den ich schon seit meiner Kindheit kenne. Ich moderiere oft die Aktivitäten innerhalb der Junge Stimme. Mir gefällt die lockere und offene Umgang mit allen Personen sehr gut. Da kommen Spaß und Erfahrungsaustausch nicht zu kurz.


Thomas Fürthner: Als ich ca. 8 Monate alt war, bemerkten  meine Eltern, dass ich auf laute Geräusche nicht reagierte. Der Arzt stellte meine Schwerhörigkeit fest und ich bekam zwei Hörgeräte. Bei einer weiteren Untersuchung in Wien  wurde festgestellt, dass die Ursache höchstwahrscheinlich ein Sauerstoffmangel bei der Geburt war. Mit 6 Jahren hatte ich aus unerklärlichen Gründen auch noch einen Hörsturz, darauf hin wurde mein Hörvermögen nochmals schlechter.
Ich besuchte den Kindergarten, Volksschule, Hauptschule und Polytechnische Schule  an der LLHS ( Landes - Lehranstalt für Hör- und Sehbildung) in Linz. Danach habe ich 3,5 Jahre bei der ÖBB Lehrwerkstätte Elektromechaniker und Maschinenbau gelernt. Die Umstellung in der Berufsschule, mit 25 hörenden Schulkollegen und ich als einziger mit Hörproblemen, war am Anfang schwer. Es wurde aber mit der Zeit immer besser für mich. 2004 hatte mein Freund Andreas, von der Junge Stimme erfahren. Wir sind dann gemeinsam zu einem Treffen. Ich war sehr überrascht, dass es so viele junge Schwerhörige gibt. Ich habe dort viele Freunde gefunden, und kann es mir ohne diese Junge Stimme gar nicht mehr vorstellen. Wir haben bei unseren Treffen immer viel Spaß. Humor ist ja das Wichtigste im Leben -  dann geht alles leichter.


Uschi Scheichl: Im Alter von 9 Monaten bemerkte mein Vater, dass ich auf seinen Ruf nicht reagierte. Jedoch sagten die Ärzte oft: "Ah… es wird schon werden!" Trotzdem waren meine Eltern unsicher. Dann fuhren wir nach Salzburg, wo nach einer Untersuchung, eine hochgradige Schwerhörigkeit diagnostiziert wurde. Ich bekam gleich beidseitig Hörgeräte. Während ich in den Kindergarten und in die Volksschule ging, musste ich  zweimal in der Woche zur Logopädin. Laut dem Arzt und der Logopädin, sollte ich in die Gehörlosenschule gehen, doch meine Eltern lehnten das ab. Sie wollten, dass ich in die Schule in meinem Heimatort gehe. In meiner Klasse gab neben der Lehrerin auch eine Sonderschullehrerin, durch die ich viel Unterstützung bekommen habe. Nach der erfolgreichen Absolvierung der Volks- und Hauptschule ging ich als erste hörbehinderte Schülerin in die landwirtschaftliche Fachschule, die ich ebenfalls erfolgreich abgeschlossen habe. Nach 2 Jahren als landwirtschaftliche Facharbeiterin besuche ich derzeit die Ausbildung zur Pädagogin für visuelle und alternative Kommunikation in Linz.
Als ich von Heinz Oberndorfer über die Junge Stimme informiert wurde, wollte ich gleich dabei sein. Ich war so begeistert und erstaunt, dass es dort so viele Schwerhörige gibt. Ich habe nicht damit gerechnet. Es machte mir totalen Spaß. Vom 1. Treffen bin ich mit einem Lachkrampf heimkommen.

 

Petra Mathe: Der Grund, warum ich schlecht höre, war eine Rötelninfektion bei meiner Mutter während der Schwangerschaft. Zwei Jahre später nach Geburt haben die Ärzte festgestellt, dass ich schwerhörig bin. Zum ersten Mal trug ich mit 2 Jahren die Hörgeräte. Dann begannen meine mühsame Hör- und Sprachübungen mit meinen Eltern (Danke an meine Eltern!) , meiner Logopädin Yvonne Mayer und meinem Arzt Dr.Schmidauer.

Ich besuchte ohne Probleme Kindergarten, Volksschule und Gymnasium Dachsberg. Bis zur Matura wollte ich eigentlich bleiben, aber die Oberstufe hat sehr viele Sprachen, das mich nicht interessierte. So besuchte ich dann die HTL für chemische Betriebstechnik in Wels, wo ich die Matura erfolgreich abgeschlossen habe. Nach einem Jahr Studium auf UNI Linz und viele abgesagte Bewerbungen wegen meine Behinderungen habe ich endlich eine tolle Arbeit gefunden. Heute arbeite ich als Chemielaborantin bei der Pharmafirma in Linz.

Wie ich zur Junge Stimme gekommen bin: Gute Frage ;-)
Früher haben meine Eltern die Eltern von Martin Schwarz bei meiner Logopädin kennengelernt. Während meiner Kinder- und Jugendzeit habe ich das Leben mit Hörenden verbracht. Anfang 2005 habe ich Martin Schwarz nach langer Zeit wieder getroffen. Er hat mich überredet, dass ich JS kennenlernen soll. Ja, ich bin beim ersten Treffen sehr sehr begeistert von JS und fühle mich sehr wohl. Von JS habe ich sehr viele liebe Freunde, mit denen ich oft privat verbringe, gewonnen.
Junge Stimme ist ein tolles Verein, man kann viele Freunde kennenlernen und auch Erfahrungen austauschen. Es macht mir viel Spass!